Digitale Währungen #1 – Was? Wie? Wozu?

Was genau versteht man unter digitalen Währungen eigentlich? Wie der Name bereits sagt, versteht man hierunterBicoin antanacoins Währungen, die nicht etwa als Schein oder als Münzen vorliegen, sondern in digitaler Form ausgegeben werden. Dabei ist der Hauptunterschied zu herkömmlichen Währungen, dass sie nicht zentral etwa von einer Bundesbank reguliert werden, sondern dezentral von einem Netzwerk.

Die Idee, digitale Währungen zu entwickeln, ist im Grunde so alt wie das Internet selbst. Die erste recht populäre Digitalwährung war der Linden Dollar, einem Bezahlmedium der Linden Labs., welche das Mitte der 00er Jahre sehr populäre Game Second Life veröffentlicht haben. Diese Linden Dollar konnte man im Spiel erwerben und in US Dollar umtauschen. 2009 dachte der Japaner Satoshi Nakamoto diese Idee weiter und brachte Bitcoins auf den Markt – die erste echte Digitalwährung, die weder ein Bonusprogramm noch Bestandteil eines Computerspiels war. Die nötige Sicherheit liefert ein besonderes Verschlüsselungsverfahren. Dieses macht den Transfer der Währung sicher und gibt den digitalen Währungen den alternativen Namen Kryptowährungen.

Dadurch, dass der Source Code von Bitcoin bekannt ist, kamen seit 2009 weitere ähnliche Währungen auf, die auf dem gleichen Prinzip basieren. Als solche weitere Währungen wären
etwa der Litecoin (seit 2011) oder der Ripple (seit 2013) zu nennen. Während der Litecoin nur eine leichte Weiterentwicklung des Bitcoins ist, worauf bereits der Name hindeutet, ist der Ripple ein völlig eigenes Projekt, wobei es auch hier zahlreiche Gemeinsamkeiten gibt.

Der Bitcoin hat sich mittlerweile wie zahlreiche Nachfolger auch zu einem Spekulationsmittel respektive zu einem Investitionsgegenstand entwickelt und fungiert im Grunde nicht mehr als Währung. Dies erkennt man bereits daran, dass die Zahl der Transaktionen marginal ist. Die große Mehrheit kauft bzw. investiert in solche Währungen, um sie in Zukunft zu einem deutlich höheren Kurs verkaufen zu können. Dieser Trend könnte sich hingegen bald ändern, da immer mehr Onlinehändler Bitcoins als reguläres Zahlungsmittel anerkennen.

Quelle:

Bild 1: antancoins

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