Digitale Währungen #2 – Bitcoin – Wie funktioniert die Währung eigentlich?

Bitcoin – Wie funktioniert die Währung eigentlich?

Bitcoin unterscheidet sich stark von herkömmlichen Währungen wie dem Euro oder dem Dollar insofern, als er von keiner zentralen Institution kontrolliert oder reguliert wird. Stattdessen handelt es sich um eine Netzwerkwährung, die von einem Netzwerk und vollständig dezentral verwaltet wird. Dadurch kann die Währung nicht von einer Art Bundesbank beeinträchtigt oder ihr Wert von einer solchen in irgendeiner Weise gefährdet werden. Genau dies war auch die Idee des Gründers Satoshi Nakamoto. Dieser träumte von einer Währung, die außerhalb der staatlichen Einflusssphäre liegt und zugleich ein sicheres Zahlungsmittel ist. Während man nämlich bei einer herkömmlichen Währung der Zentralbank sowie der eigenes Bank vertrauen muss, ist der Bitcoin durch das Verschlüsselungsverfahren absolut sicher.

Wie zahle ich mit Bitcoins

Bei einem Zahlungsvorgang wird die Zahlung nicht etwa von einer zentralen Stelle bestätigt, sondern durch das peer-to-peer Netzwerk. Ein solcher Zahlungsvorgang kann durchaus bis zu einer Stunde andauern. Es können auch Gebühren zur Zahlung hinzugefügt werden. Zahlungen mit höheren Gebühren werden in der Regel schneller bestätigt.

Um eine Zahlung vorzunehmen, werden zwei kryptografische Schlüssel benötigt. Einer dieser Schlüssel ist offiziell, der andere Schlüssel ist privat. Dieser Schlüssel wird zum digitalen Signieren verwendet, während sein Verlust zugleich der Verlust der zugehörigen Bitcoins bedeutet.

Wo bewahre ich meine Bitcoins auf?

Bitcoins sind eine virtuelle Währung und werden nicht wirklich aufbewahrt. Ein Wallet versinnbildlicht zwar eine Art virtuellen Geldbeutel, tatsächlich handelt es sich aber um eine Software, die einen bestimmten Wert von Bitcoins dem eigenen Konto zuschreibt und Transaktionen erlaubt. Dabei kann ein Wallet mit einem anderen Wallet interagieren, etwa dann, wenn Geld von einem in das andere Wallet transferiert werden soll.

Wo erhalte ich Bitcoins und was sind Bitcoin-Börsen?

In der Regel können Bitcoins auf speziellen Handelsbörsen erworben werden. Dies geschieht entweder gegen andere elektronische Währungen oder gegen herkömmliche Währungen wie dem Euro. Dabei werden für gewöhnlich Gebühren von etwa einem Prozent der Transaktion erhoben. Die meisten Händler, die an diesen Börsen Bitcoins erwerben, erwerben sie allerdings, um sie später teurer wieder zu verkaufen. Es geht ihnen also nicht primär darum, mit Bitcoins Waren zu erwerben, sondern lediglich um eine Investitionsmöglichkeit. Diesem Investitionsgedanke ist es auch geschuldet, dass der Preis im Jahre 2013 vorrübergehend auf mehr als 1000 Dollar pro Bitcoin anstieg.

Doch wie kommt der Preis an den Handelsbörsen eigentlich zustande? Wie bei anderen Waren auch wird der Preis durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Hinzu kommt allerdings, dass die Höchstmenge an Bitcoins bereits rechnerisch festgelegt ist. Für viele Devisenhändler war dies eine große Motivation, auf steigende Kurse zu setzen, denn wenn die Nachfrage zunimmt, das Angebot hingegen nicht oder nur langsam, steigt nach marktwirtschaftlichen Gesetzen der Preis der Ware. Diesem Umstand sind die Höchststände der Bitcoins im Jahre 2013 zu erklären sowie die außerordentlich hohe Volatilität im Umrechnungskurs z.B. zum Euro. Während Kritiker der Währung voraussagen, dass Bitcoins bald wertlos werden könnten, da sie keinen Eigenwert hätten, gehen Befürworter davon aus, dass sich der Preis bald bei einem stabilen Wert einpendeln wird.

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