Was ist Index Investing ?

Als Index Investing / Indexing oder auch indexorientiertes Anlegen bezeichnet man eine Wallstreet derbokonAnlagestrategie, bei welcher versucht wird  die Zusammenstellung des Portfolios einem repräsentativen Index anzupassen. Dabei gibt es verschiedenste Möglichkeiten dies zu erreichen, zum einen kann man versuchen den Index selbst nachzubauen, was jedoch eher eine sehr kostspielige Variante ist, oder man investiert in sogenannte Indexfonds, ETFs (Exchange-Trades-Funds) oder Indexzertifikaten.

 

Was ist aber nun das besondere am Indexing?

 

Ein Index ist in gewisserweise nichts anderes als eine Zusammenstellung von Unternehmen innerhalb eines bestimmten Marktes. So steht der DAX (deutsche Aktien Index) stellvertretend für die gesamtwirtschaftliche Lage aller Deutscher “Börsennotierter” Unternehmen. Nach der Effizienzmarkthypothese, welche besagt, dass alle Märkte “immer” vollkommen effizient sind, bedeutet dies, da der DAX (oder ein anderer Index) ein Abbild eines solchen Marktes darstellt, dass es auf lange sicht nicht möglich ist, den Markt (also in diesem Fall den DAX) zu schlagen.

 

Hier nun einmal ein kleines Beispiel zu der Theorie, die dahinter steckt:

 

Fritz und Hans wollen beide an der Börse aktiv werden. Fritz  kauft sich nach monatelanger Recherche 10 Aktien, von welchen er glaubt das diese in den nächsten Jahren ein überdurchschnittliches Wachstum haben werden. Hans hingegen ist eher etwas vorsichtiger und entscheidet sich für einen Indexfond. Um nun zu sehen, wer von ihnen letztendlich besser investiert hat, wollen sie ihre Ergebnisse in 10 Jahren miteinander vergleichen.

 

Nun nach 10 Jahren kommen beide wieder zusammen und vergleichen ihre Portfolios. Fritz hatte in diesen 10 Jahren ein durchschnittliches Wachstum von rund 6% p.a. ( dividendenbereinigt) erreicht. Obwohl Fritz in einzelnen Jahren oftmals über 20% lag, kam er lertztlich nicht über 6% p.a.. Hans hingegen hatte in diesen 10 Jahren ein durchschnittliches Wachstum von 7% p.a. (dievidendenbereinigt). Wie man sehen kann, haben beide kein schlechtes Ergebnis abgeliefert, jedoch ist es Fritz nicht gelungen Hans bzw. den Markt in seiner Performance zu schlagen. Hans hingegen hatte mit seinem Indexfond eine durchschnittliche Performance und lag damit genau gleich wie der Markt. Dies liegt an der Annahme bzw. Theorie, dass alle Märkte effizient sind und somit ein Index welcher den gesamten Markt abbildet auf lange Sicht nicht in seiner Performance übertroffen werden kann (so die Theorie 😉 ).

 

Hätte man z.B. vor 60 Jahren in einen Index wie den DJ, S&P, DAX … Investiert, so hätte man heute eine  durchschnittliche Rendite von 7% p.a. (dividendenbereinigt) erreicht. Viele Fonds erreichten nicht einmal annähernd diese 7% p.a.. Deshalb versucht man mittels Indexing und der damit verbundenen Diversifizierung seines Portfolios das Risiko zu streuen und gleichzeitig ohne großen Aufwand eine durchschnittliche Performance zu erzielen.

 

Oftmals wird Indexing auch dazu genutzt sein Portfolio in einer gewissen Weise abzusichern, so kann man z.B. 50% seines Portfolios in einem Indexfond anlegen und die restlichen 50% in weitere Aktien seiner Wahl. Dies hat zwar zur Folge, dass wenn die Aktien nun überdurchschnittlich steigen, diese ggf. von dem durchschnittlich steigenden Indexfond gebremst werden, im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, das, das Portfolio bei fallenden Kursen durch den Indexfond auf seiner Talfahrt abgebremst wird.

 

Soviel zur Theorie hinter dem Index Investing.

 

Zu den effizienten Märkten,  ob und wie effizient sie denn wirklich sind, werde ich später nocheinmal in einem extra Beitrag genauer erläutern. Bis dahin schreibt doch ein Kommentar zu diesem Beitrag und/oder tragt euch in meinem Newsletter ein.

 

Bild1: derbokon

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