Pennystocks #2 – Die Gefahren von Pennystocks

Wegen ihres geringen Kurswerts sind Pennystocks sehr volatil. Ihr Kurs kann rasant steigen,stock market so dass eine Investition in diese Aktien ein schnell erreichbares Vermögen verspricht. Neben ihrem geringen Preis sind es diese außergewöhnlichen Gewinnchancen, die die besondere Attraktivität solcher ‚Hot Stocks’ ausmachen. Das Risiko, mit ihnen Geld zu verlieren, ist aber wesentlich größer. Alleine in den USA gibt es tausende dieser Aktien, bei denen nicht immer klar ist, welche Tätigkeiten sie überhaupt ausführen. Manchmal sind es nur Mantelgesellschaften. Die fehlende Durchschaubarkeit von Pennystocks zählt zu den wichtigsten Gefahren für Anleger. Sie besteht trotz der Regularien der SEC weiterhin. Pennystocks unterliegen in den meisten Fällen nicht den Berichtspflichten der Aktiengesellschaften an regulierten Börsen, wie der Veröffentlichung von regelmäßigen Finanzberichten und anderen Daten wie etwa eine Information über den Streubesitz und über Aktienpakete von Großanlegern.

Bei Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von manchmal nur einigen Millionen $, wie sie bei Pennystocks vorkommt, ist es daher nicht allzu schwer, sich als Insider, Broker oder Spekulant unbemerkt mit Aktienpaketen eines solchen Unternehmens zu versorgen, um dann „Geheimtipps“ für diese Titel lancieren zu lassen, die wegen der Marktenge rasante Kursanstiege hervorrufen. Das bietet die Gelegenheit, die Aktien mit großem Gewinn zu verkaufen. Der Kurs fällt in der Regel nach kurzer Zeit wieder in sich zusammen. Anleger, die auf die Empfehlungen naiv eingingen, stehen dann vor einem Scherbenhaufen. Dieses Verfahren wird „pump and dump“ genannt. Es ist ein häufiger Betrug, der auch mit Hilfe von massenhaft versandten Scam-Mails durchgeführt wird, in denen Empfehlungen für Pennystocks enthalten sind. Noch manipulativer können Telefonanrufe von unseriösen Finanzberatern sein, bei denen ein systematischer psychischer Kaufdruck für Pennystocks oder andere riskante Anlageformen aufgebaut werden kann. Unseriöse Börsenbriefe können an den Methoden des „Pushens“ von Pennystocks ebenfalls beteiligt sein.

Eine große Gefahr für Käufer von Pennystocks besteht außerdem in den teilweise hohen Spreads beim Kauf und Verkauf der Aktien, also bei der Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Je geringer die Marktkapitalisierung eines Börsenwerts ist, desto höher kann sie ausfallen. Wenn der Kaufkurs deutlich über dem Verkaufskurs liegt, muss die Aktie erst einmal diese Handelsspanne bewältigen, um überhaupt in die Gewinnzone kommen zu können. In vielen Fällen kommen die Brokerspesen hinzu. Sie sind bei Pennystocks besonders hoch, wenn sie sich an der Anzahl der gehandelten Aktien orientieren. Betrügerische Händler verwenden hierbei auch das sogenannte „Jitney“, bei dem zwei Broker eine Aktie unter sich hin und her handeln, um die Provisionen hoch zu treiben und ein hohes Handelsvolumen vorzutäuschen.

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