Rohstoffhandel #3 – Rohstoffhandel mit komplexen Derivaten

Neben Futures, die einen bestimmten Preis zu einempumping jacks Paul Lowry bestimmten Termin versprechen, gibt es auch Derivate, die bei denen der Zusammenhang zwischen Basiswert und Derivatwert komplexer ist. Zertifikate, Optionen und CFDs sind Formen der Spekulation mit Preiserwartungen.

Handel mit Zertifikaten

Zertifikate werden nicht an Börsen gehandelt, sondern von Banken ausgegeben. Sie sind Schuldverschreibungen, die allerdings nicht klassisch verzinst werden, sondern den Käufer an den Börsengeschäften der Bank beteiligen. Die Chancen und Risiken hängen dabei von der Art des jeweiligen Börsengeschäfts ab. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten besteht für den Käufer jedoch immer das Risiko des Totalverlusts. Zertifikate können, aber müssen nicht mit einem Hebel versehen sein.

Handel mit Optionen

Im Gegensatz zu Futures sind Rohstoff-Optionen nur die Möglichkeit, einen bestimmten Rohstoff an einem bestimmten Termin zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Das Risiko ist etwas geringer als bei Futures, da bei einem Verlust nicht nachgeschossen werden muss. Wie bei Zertifikaten ist das Kreditrisiko nicht abgesichert: Bei Zahlungsunfähigkeit des Anbieters kommt es zum Totalverlust.

Eine Sonderform von Optionen sind binäre Optionen. Hier bestehen nur zwei Möglichkeiten: Entweder ein bestimmtes Ereignis, die Über- oder Unterschreitung eines gewissen Preises zu einem gewissen Termin, tritt ein. Dann erhält der Käufer der Option einen vorher definierten Betrag. Oder das Ereignis tritt nicht ein, dann ist die Option wertlos.

Handel mit CFDs

Differenzkontrakte oder CFDs (contract of difference) dienen ausschließlich dem Handel mit Kursschwankungen. Der Basiswert bildet hier nur eine virtuelle Grundlage. Auch sie sind gehebelte Produkte, die Margin macht nur einen Teil des Basiswertes aus.

Der Vorteil von CFDs ist, dass Anleger sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen können. Ihr Nachteil ist allerdings, dass sie nur wenig reguliert sind und nicht an Börsen gehandelt werden. Somit wird ihr Preis von Broker beziehungsweise der Bank bestimmt und nicht durch Angebot und Nachfrage, was sich zuungunsten des Anlegers auswirken kann. Im Gegensatz zu Europa ist in den USA der Handel mit CFDs verboten.

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