Was sind Aktien?

Aktien sind Wertpapiere. Eine Aktie ist ein Inhaberschein für einen Bruchteil des Grundkapitals einer Unternehmung. Zumeist handelt es sich hierbei um große Firmen. Aktien werden zumeist an Börsen gehandelt, was indes nicht zwingend notwendig ist. Für Anleger sind sie der Dividenden und auch der Kursschwankungen halber lukrativ.

Geschichte der Aktien:

Aktien sind eine sehr alte Form der Unternehmensbeteiligung. Bereits aus dem Jahr 1288 ist ein Schriftstück erhalten, welches den achten Teil an der schwedischen Kupfermine zu Falun an den Eigentümer des Wertpapiers verbrieft. Aktien heißen auch deshalb Wertpapiere, da sie früher Urkunden ähnelten und nicht wie heute lediglich elektronisch in Deoits verwaltet werden. Vermutlich hatte ein solches Wertpapier einen realen Handelswert bei auch damals schon aktiven Geldhäusern.
Als erste Firma an einer Börse in Europa trat im Jahr 1602 die Vereinigte Ostindische Kompanie auf. In dieser „AG“ hatten sich der immensen Kosten und Risiken der interkontinentalen Seefahrt halber mehrere Firmen zusammengetan, die sich dann auch die anfallenden Gewinne gemäß den Anteilsscheinen aufteilten.
In Deutschland bzw. dem heutigen Deutschland erschien die erste Aktie im Jahr 1809, als die Dillinger Hütte Wertpapiere emittierte.

Wie Aktien aufgebaut sind:

Aktien werden in Deutschland lediglich von Aktiengesellschaften (AG) oder Kommanditgesellschaften auf Aktien (KGaA)herausgegeben.
Man unterscheidet hier zwischen Nennwert- und Stückaktien, wobei bei einer Nennwertaktie der Wert einer Aktie gemessen am Gesamtwert berücksichtigt wird. So kann ein Grundkapital von € 200.000,- etwa in 1.000 Aktien zu € 50,- und 150 Aktien zu € 1.000,- emittiert werden.
Nennwertlose Aktien (Stückaktien) entsprechen genau dem Anteil am Grundkapital, der mit der Anzahl der ausgegebenen Aktien korrespondiert.

Verschiedene Formen von Aktien:

Gemäß dem deutschen Aktienrecht genießen Inhaber verschiedener Aktientypen unterschiedliche Rechte.
Bei der Unterscheidung zwischen Stammaktien und Vorzugsaktien gilt, dass lediglich die Inhaber von Stammaktien ein Stimm- und auch Rederecht auf der turnusmäßig durchzuführenden Aktionärsversammlung haben.
Hinzu wird unterschieden zwischen Inhaberaktien und Namensaktien. Inhaberaktien sind beliebig übertragbar und bilden die Grundlage für den freien Handel an der Börse. Namensaktien können nicht ohne Weiteres übertragen werden. Bei der vinkulierten Namensaktie muss die ausgebende Firma der Transaktion zustimmen.
Zwischen alten und neuen Aktien wird unterschieden, wenn eine AG oder KGaA eine Neuemission vornimmt: Die neu herausgegebenen Aktien heißen entsprechend „neue“ Aktien, da sie sich im Wert von den alten Aktien unterscheiden.

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