Was sind Fonds? – Geldanlage mit Fonds Teil 1

Der erste Fonds wurde im Jahr 1774 durch einen niederländerischen Geschäftsmann aufgelegt.Forex von sledziu32 Der zweite Fonds wurde zwei Jahre später durch einen niederländischen Bankier unter dem Namen „Vorteilhaft und Vorsichtig“ aufgelegt, der bis heute den Charakter dieser Anlageklasse wiedergibt. Schnell wurde diese Art der Vermögensanlage populär und die Marktentwicklung war rasant. In Deutschland wurde der erste nachweisbare Fonds, der noch heute existierende Fondak Aktienfonds, im Jahr 1950 aufgelegt.

Alle interessierten Kapitalanleger können in Fonds investieren, daher sind sie auch unter dem Begriff Publikumsfonds bekannt. Es gibt verschiedene Fondstypen: Mischfonds, Immobilienfonds, Aktienfonds, Geldmarktfonds, Garantiefonds, Rentenfonds, sonstige, offene, geschlossene, aktive und passive Fonds.

Investmentfonds werden am Börsenplatz in Hamburg gehandelt. Über den Erwerbsgang an die Börse erfolgt die Kauf- und Verkaufsabwicklung analog der einer gewöhnlichen Aktienorder. Anleger können Investmentfonds bei jeder Bank oder Sparkasse erwerben. Vorteilhafter ist der Erwerb dieser Wertpapiere durch Direktbanken oder Discountbroker. Da beide Anbieter über eine breit gestreute Fondspalette verfügen, sind ihre Angebote wesentlich günstiger als die ihrer Mitbewerber. Investmentfonds sind breit gestreut und Anleger haben die Chance, schon bei einem relativ geringen Einsatz von der positiven Entwicklung mehrerer Assetklassen zu profitieren. Ein vergleichbar geringer Kapitaleinsatz wäre isoliert an der Börse kaum sinnvoll zu realisieren.

Gut aufgestellte Fondsmanager setzen ihr Know-how für ihre Kunden ein, für das sie im Fall eines privaten Vermögensverwalters viel Geld aufbringen müssten. Durch Fondsmanager betreute Finanzvermögen bieten den Vorteil, dass sich die Investoren wenig Sorgen um ihre Anlage machen müssen. Der Fondsmanager verwaltet im Rahmen seiner gesetzlichen Vorschriften die Vermögen seiner Kunden selbständig. Alles, was die Anleger tun sollten, ist, sich regelmäßig über die Kurs- und Risikoentwicklung der Fonds zu informieren. Durch die breite Kapitalstreuung minimiert sich das Risiko für die Anleger, denn bei Ausfall einer Anleihe fallen Einzelverluste einer Anlageform kaum ins Gewicht.

Fonds bergen ein Risiko, wenn Fondsmanager auf am Markt gerade sehr populäre Branchen oder Titel setzen. In diesem Fall fehlt die Risikostreuung und es kommt bei ungünstiger Marktentwicklung zum “Klumpenrisiko“. So sind Anleger gut beraten, die in ihren Fonds enthaltenen Positionen regelmäßig zu überprüfen. Sondervermögen mit sehr ähnlicher oder identischer Struktur sollten vermieden werden. Entwickelt sich eine Assetklasse negativ und geht der Deutsche Aktienindex nach unten, liegen auch die meisten Standardwertefonds in diesem Verlustbereich. Ist ein Fonds in der Lage, eine lange Historie und eine gute relative Performance aufweisen, kann das durchaus ein Indiz für einen gut aufgestellten Fonds sein. Lange am Markt bestehende Fonds überzeugen mit einer hohen Anpassungsfähigkeit an den sich verändernden Markt und die Erfahrung ihrer Fondsmanager, die auf seriöse und langfristige Anlagekonzepte setzen und sich daher in der Regel nicht kontinuierlich mit Mittelabflüssen, die unweigerlich zur Fondseinstellung führen, auseinandersetzen müssen.

Seriöse Fonds weisen eine kontinuierliche Werteentwicklung auf. Kurzsichtig wäre es, stets in Fonds zu investieren, die die Performancerangliste anführen, denn diese Entwicklung kann durchaus kurzfristig ausfallen. Ein Blick auf die Beurteilung von Ratingagenturen lohnt sich, da sie diverse qualitative und quantitative Faktoren zugrunde legen, die Privatinvestoren normalerweise nicht zur Verfügung stehen. Sie haben meistens nicht das nötige Fachwissen für eine abschließende Beurteilung. Bei einer günstigen Marktentwicklung kann ein Rentenfonds zum Beispiel durchaus eine Rendite in Höhe von 6 Prozent pro Jahr erwirtschaften. Rechnet man dies bei einem Kapitaleinsatz von 10.000 Euro auf 30 Jahre hoch, hat der Anleger am Ende einen Betrag von 57.435 Euro zur Verfügung. So spielt bei dieser Anlageklasse Geduld, der Zinseszins und eine langfristige Anlagezeit eine große Rolle.

Ein Gedanke zu „Was sind Fonds? – Geldanlage mit Fonds Teil 1

  1. Andi Hark

    Ein wirklich sehr interessanter Artikel. Aktien zählen sicherlich zu den rentabelsten Geldanlagen. Vor allem eine gezielte Aktienauswahl ist hierbei enorm wichtig. Nicht alle Aktien besitzen das gleiche Risiko, vielmehr gibt es risikoärmere bzw. –reichere. Je nach Investitionstyp und Vorhaben muss man hier selbst über das gewollte Risiko entscheiden. In den einzelnen Risikoklassen gibt es auch wieder gleiche Unternehmungen, welche grundsätzlich vollkommen verschieden sind. Aus diesem Grund versuchen Investoren mithilfe von gezielten Aktienkennzahlen, Unternehmungen vergleichbar zu machen bzw. deren Vorteile / Nachteile aufzuzeigen. Je nach Auslegung / Handelsstrategie wird man sein Augenmerk auf spezielle Kennzahlen richten. Beachtet man bei der Auswahl bestimmte selbst gestellte Kriterien so kann man mit Aktien nachthaltig Geld verdienen. Grundsätzlich stellen Aktien wahrscheinlich die beste und rentabelste Möglichkeit der langfristigen Geldanlage dar.

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